Tellines

Im vorangegangenen Artikel gibt es einige Bilder, auf denen zu sehen ist, wie die Tellmuschel gefischt wird. Diese kleinen Muscheln, die hier „Tellines“ genannt werden, verdienen etwas Aufmerksamkeit, denn man kann aus ihnen eine meiner (und meiner Tochter) liebsten Vorspeisen zaubern, und falls Sie mal nach Le Grau du Roi kommen, dann sollten Sie nach einem kleinen Fischgeschäft mit Namen „L’Etoile de Mer“ suchen und bei „Momo“ eine, oder besser zwei Portionen dieser Köstlichkeit kaufen. Seine Frau bereitet die „Tellines à la persillade“ mit einer phantastischen Sauce zu…
Den Fisch für den Hauptgang können Sie dann auch gleich mitnehmen 😉

Natürlich kann man die Telline, oder Meerolive, wie sie auch genannt wird auch selber zubereiten. Allerdings ist das, wenn man es von Anfang an selber machen möchte, eine recht aufwändige Angelegenheit, denn die Tellmuschel ist aufgrund ihrer Lebensweise voller Sand und Salz. Man muß sie also gründlich, am besten in Meerwasser spülen, um den Sand zu entfernen und anschließend ebenso gründlich unter fließendem Wasser entsalzen. Dabei soll man sie immer wieder gut schütteln, um auch wirklich Sand und Salz vollständig herauszuspülen. Danach geht es an die Zubereitung:

 

Es gibt verschiedene Arten der Zubereitung, hier einmal die Tellines à la Camarguaise

Die gesäuberten Tellines (etwa 1kg) werden mit 50g Butter und einem Glas Weißwein in einer Pfanne solange erhitzt, bis sie sich öffnen. Nun salzen und pfeffern und solange weiterkochen, bis der Wein verdampft ist. Den fein gehackten Knobi und die gehackte Petersilie dazugeben und warm servieren.

 

 

 

 

 

 

 

Das Sammeln der Tellmuscheln unterliegt übrigens ziemlich strengen Regeln: So darf die Öffnung des sogenannten „tellinier“, des Fangkorbes, nicht größer als einen Meter sein, und die Maschengröße des Netzes darf nicht unter 1 cm² liegen. Auch dürfen keine Muscheln verarbeitet werden, die nicht wenigstens 2,5 cm groß sind. So ist hoffentlich gewährleistet, daß es immer genügend dieser köstlichen Muscheln geben wird…

Andreas

 

 

 

 

 

Weitere Fotostrecken finden Sie im Inhaltsverzeichnis

Sie betreiben eine eigene Webseite?

Ich würden mich freuen, wenn Sie das Wort Camargue auf Ihrer Seite mit http://www.camargue-photos.de verlinken.

1 Comment

  1. Karl-Ludwig Eckelmann
    1. Dezember 2009

    Lieber Andreas,

    „noch keine Kommentare“ lese ich, da kann ich mich einfach nicht mehr zurückhalten und will den Anfang machen. Du hast wahrlich „verdient“, daß man ein paar Worte des Dankes und Lobes für Deine Fotos und Beiträge findet. Einer Deiner Fans bin ich schon seit Jahren, es ist also endlich mal an der Zeit.

    Mein erster Besuch der Camargue war 1965, Semesterferien, mit Zelt. Mein vorläufig letzter 2008, mit Quartier für 2 Wochen im Mas d`Icard, an der Petit Rhone, bei Stes.Maries. Da hab ich auch erstmals die Tellines kennen gelernt, die Du so treffend beschreibst. Der Hausherr hatte sie in einer riesigen Schüssel als Vorspeise serviert.

    Deine Leidenschaft für Landschaft und Tiere teile ich, um Deine vielen „Begegnungen“ und Dein Auge dafür beneide ich Dich. Deine Schilderungen sind so spannend, weil sie niemals oberflächlich sind, weil sie von tiefem Verständnis und großem Einfühlungsvermögen zeugen. Allein die Sache mit dem Versteck bei den Trielen: Unter welchen Mühen und Strapazen viele Deiner Tierfotos entstanden sind, wissen wohl nur die wenigsten Deiner Leser richtig einzuschätzen. Man muß erst selbst mal ein paar Stunden im winzigen Beobachtungszelt ausgeharrt haben…

    Auch wenn inzwischen die Extremadura zu meinem Traumland geworden ist: Man kommt ja auf der Fahrt mit dem Auto von München zwangsläufig bei der Camargue vorbei. So bleibt sie zumindest ein wichtiges Etappenziel. Und Deine Beiträge machen sie immer wieder gegenwärtig.

    MERCI BEAUCOP !
    Karl-Ludwig

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.